Stephansdom Wien

Stephansdom

Die Domkirche St. Stephan zu Wien, kurz „Stephansdom“ oder „Steffl“, ist das Wahrzeichen Wiens und befindet sich am Stephansplatz im Ersten Bezirk. Der Stephansdom ist seit 1365 Sitz eines Domkapitels, seit 1479 Kathedrale mit Bischofssitz und seit 1723 Metropolitankirche des Erzbischofs von Wien.

Das gewaltige Bauwerk ist 107 Meter lang und 34 Meter breit und eines der wichtigsten gotischen Bauwerke Österreichs, wobei in die Westfassade Teile des spätromanischen Vorgängerbaues von 1263 eingeflossen sind. Den Stephansdom zieren vier Türme, wobei der Südturm mit 136,40 Meter hoch ist. In der ehemaligen österreichischen Monarchie gab es einen Erlass, wonach kein Turm höher sein durfte als der Südturm des Stephansdoms! Der Südturm ist auch Heimat von 13 Kirchenglocken, darunter auch die berühmte „Pummerin“, die zweitgrößte freischwingend geläutete Kirchenglocke Europas.

Das gewaltige Dach des Doms ist mit rund 230.000 in Mähren gebrannten Dachziegeln in zehn Farbtönen verziert, die unter anderem das Wappen des Kaisertums, das Wappen der Stadt Wien und seit 1950 auch das Wappen der Republik Österreich darstellen.

421 Jahre lang beherbergte der Dom auch eine Feuerwache: Ein Türmer saß in 72 Metern Höhe in einer „Türmerstube“ und warnte bei Ausbruch eines Brandes die Bevölkerung mittels einer roten Flagge und eines blechernen Sprechrohrs. Der letzte Türmer versah seinen Dienst bis zum 31. Dezember 1955, dann aber schon mittels Zeigertelegraph direkt an die Hauptfeuerwache.

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