Schlossgarten Schönbrunn

Schlosspark Schönbrunn

Zum Ensemble des Schloss Schönbrunn gehört auch der Schlosspark nach Entwürfen von Fischer von Erlach. 1695 begann Jean Trehet schließlich mit der gartenarchitektonischen Gestaltung.

Doch erst unter Maria Theresia, die Schloss Schönbrunn 1742 zu ihrer Sommerresidenz machte, und unter Kaiser Franz I., der den Holländisch-Botanischen Garten von Adrian van Steckhoven und Richard van der Schrot errichten ließ, wurde der Schlosspark zur heutigen Form vergrößert.

Zu den Sehenswürdigkeiten im Schlosspark, der 1779 von Kaiser Joseph II., dem „Reformkaiser“, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde und seither ein wichtiges Naherholungsgebiet der Wiener darstellt, gehören das „Große Parterre“ mit dem 1780 in Betrieb genommenen „Neptunbrunnen“, eine 1778 von Hetzendorf von Hohenberg errichtete künstliche „Römische Ruine“, die sich am Vespasian-und-Titus-Tempel orientiert, der 1777 vollendete „Obeliskbrunnen“, der ebenfalls von Hohenberg gestaltet wurde, der „Schöne Brunnen“, die „Kleine Gloriette“ am bewaldeten Bergang in der Nähe des Eingangs „Maria-Theresien-Tor“ und die „Gloriette“ am Hügel über dem „Neptunbrunnen“.

Ebenfalls sehenswert sind das 1750 gebaute „Taubenhaus“, das 1880 von Kaiser Franz Joseph I. bei seinem Hofarchitekten Franz Xaver Segenschmidt in Auftrag gegebene „Palmenhaus“, das „Sonnenuhrhaus“ aus dem Jahr 1904, der „Spielpavillon der Prinzen“ (seit 2013 als „Landtmanns Jausen Station“ betrieben), der „Irrgarten“ mit seinem Labyrinth, der „Kronprinzengarten“ und der „Japanische Garten“.

Der Schlosspark Schönbrunn wurde im 19. Jahrhundert übrigens auch für die militärische Ausbildung der Prinzen benutzt: So wurde in der „Meidlinger Vertiefung“ zwischen „Lichter Allee“ und „Finsterer Allee“ ein Spiel-, Turn- und Exerzierplatz für die kaiserlichen Kinder angelegt – eine eigens erbaute Miniaturfestung diente als Übungsbastion zur Vermittlung militärischer Kenntnisse.

Die Bauten des Schlossparks sind nicht zufällig gewählt, sondern stehen für das Endziel des römischen Kaisertums, als dessen Nachfolger sich die Habsburger als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation sahen: Nach ruhmreich beendeten Kriegen („Große Gloriette“) herrscht das Kaiserhaus als Augustus‘ Nachfolger über die Welt bis ans Ende der Zeiten („Obelisk“), während seine Feinde dem Untergang geweiht sind („Römische Ruine“).

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